Zur Geschichte des IfM
| 1951: | Gründung als
Forschungsinstitut für den Musikinstrumentenbau und
Prüfdienststelle Musikinstrumente des damaligen
Deutschen Amtes für Material und Warenprüfung (DAMW) Das genaue Gründungsdatum des IfM war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Im Mai des Jahres 1979 beging man mit einem wissenschaftlichen Symposium "Qualitätsbewertung von Musikinstrumenten" den 25. Jahrestag der Gründung des Institutes. So jedenfalls vermerkte es der damalige Direktor, Dr. Schubert, im Geleitwort des Tagungsbandes. Wir gingen nach diesem Vermerk zunächst von einer Institutsgründung im Jahre 1954 aus. Ältere Mitarbeiter berichteten andererseits aber von Aktivitäten aus den Jahren vor 1954. In Ermangelung exakter Fakten datierten wir die Gründung Anfang der 1990er Jahre schließlich auf das Jahr 1952. Die Milleniumsentrümpelung 2000 bescherte uns nun einen Ordner, der die verschollen geglaubten Schriftstücke korrekt geordnet enthält. Die Sichtung der Papiere ergab folgendes: Bestrebungen zur Gründung des Institutes lassen sich erstmals im Dezember 1949 nachweisen. Für das Jahr 1950 findet man Aufzeichnungen, die intensive Bemühungen zur Festlegung von Organisationsform, Status und Unterstellungsverhältnis des angestrebten Institutes belegen. Als wichtigstes Dokument erkannten wir eine Urkunde über den Eintrag des Institutes in das Register der naturwissenschaftlich technischen Forschungs- und Entwicklungsstellen der damaligen DDR als Forschungs- und Entwicklungsstelle 342 des Deutschen Amtes für Material- und Warenprüfung (DAMW) DDR unter der Nummer 12/92/060 am 25. Juni 1951. All diese Schriftstücke verwenden noch keine einheitliche Bezeichnung für das IfM. Neben Prüfdienststelle finden sich Namen wie Forschungsinstitut für Musikinstrumentenbau, Institut für Akustik und Tonschwingungen u.a. In einem Brief vom 30.06.1952 bezeichnet der Präsident des DAMW das Institut erstmals als "Institut für Musikinstrumentenbau" und kennzeichnet es vorrangig als ein Institut und nur in zweiter Linie als Prüfdienststelle. Ab diesem Zeitpunkt wird der Name "Institut für Musikinstrumentenbau" konsequent verwendet. Im Ergebnis der Sichtung dieser Papiere glauben wir zurecht, von einer Gründung des IfM per 25. Juni 1951 ausgehen zu können. |
| 1959: | Herauslösung aus dem
DAMW und Zuordnung zur Musik und Kulturwarenindustrie der
ehemaligen DDR als Industrieforschungseinrichtung Das Institut hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 15 Mitarbeiter. Das Arbeitsgebiet war praktisch ausschließlich die Musikalische Akustik. In den folgenden Jahren kamen eine Vielzahl von Aufgabengebieten hinzu. Neben der Materialforschung mit Schwerpunkt Holz waren das auch Technologie und Verfahrenstechnik, Konstruktion von Maschinen und Vorrichtungen, Formgestaltung aber auch Elektroakustik und Mikroelektronik. Der Forschungsgegenstand wurde auf die gesamte Palette der Kulturwaren ausgedehnt. So befaßte man sich im IfM z.B. mit Schreibgeräten, Schmuck und dem Sortiment Besen, Bürsten, Pinsel. Mit dieser Entwicklung stieg die Zahl der Mitarbeiter zeitweilig auf über 80. |
| 1990: | Ausgründung des Kernbereiches des Institutes mit dem Forschungsschwerpunkt Musikinstrumente als Institut für Musikinstrumentenbau (IfM) GmbH |
| 1993: | Übernahme durch den Vogtländischen Förderverein für Musikinstrumentenbau und Innovation (VFMI) e.V. und Neuformierung als industrienahe Forschungseinrichtung für den Musikinstrumentenbau. Der Strukturplan des IfM sieht neun Mitarbeiter vor. |
| 2004: | Anerkennung als
An-Institut der Technischen Universität Dresden Auf seiner Sitzung am 14.09.2004 beschloss das Rektoratskollegium der Technischen Universität Dresden, dem Vogtländischen Fördervereins für Musikinstrumentenbau und Innovation e.V. (VFMI e.V.) mit seinem Institut für Musikinstrumentenbau (IfM) den Status eines An Instituts der TU Dresden zuzuerkennen. Dieser Beschlusses bildet die Basis für eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit von TU Dresden und IfM, die der Rektor der Technischen Universität Dresden und der Vorstand des VFMI e.V. unterzeichneten. Auf der Jahreshauptversammlung des VFMI e.V. am 25.11.2004 wurde die Anerkennung als An Institut offiziell bekannt gegeben. |
| 2009: | Umbenennung des Vogtländischen Fördervereins für Musikinstrumentenbau und Innovation e.V. in IfM - Institut für Musikinstrumentenbau e.V. |
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| In Ermangelung eines reflexionsarmen Raumes nutzte man in den 1950er Jahren die Reflexionseigenschaften von frischem Pulverschnee. Bei entsprechendem Winterwetter platzierte man die zu messenden Instrumente im geöffneten Fenster und hatte so einen vollwertigen Halbraum zu Verfügung. Das Mikrofon wurde mit einer kleinen Seilbahn, die zwischen Fenster und einem gegenüber befindlichen Baum gespannt war, bewegt (mehr). | Mitte der 1960er Jahre diente als Bildschirm für einen Spektralanalysator ein Oszilloskop. Um die zeitliche Veränderung der Spektren z.B. von abklingenden Gitarrentönen auswerten zu können, filmte man das Oszibild mit einer 16 mm - Kamara und wertete die Spektren nach dem Entwickeln am Bildschirm eines Schneidtisches aus. |
Wissenswertes zur Geschichte des IfM finden Sie auch unter
Wissenschaft
& Forschung für Klang und Qualität
Veröffentlichungsmanuskript
(2000) für die Reihe Aschberger Land angeregt und
begonnen von Dirk Meinel, weitergeführt durch G. Ziegenhals
Musikalische
Akustik und Musikinstrumentenbau
Festvortrag von Prof.
Helmut Fleischer, Neubiberg bei München anläßlich des
Empfangs zum 50. Jahrestag der Institutsgründung
Der Vortrag ist im Tagungsband
des Seminars (Musikalische)
Akustik im Dienste des Musikinstrumentenbaus des
Fachausschusses Musikalische Akustik in der DEGA (FAMA)
veröffentlicht.
50 Jahre
IfM Zwota
Vortrag von G. Ziegenhals anläßlich des Empfangs zum 50.
Jahrestag der Institutsgründung
Der Vortrag ist in geringfügig geänderter Fassung im
Tagungsband des Seminars (Musikalische)
Akustik im Dienste des Musikinstrumentenbaus des
Fachausschusses Musikalische Akustik in der DEGA (FAMA) veröffentlicht.