
Deutscher Musikinstrumentenpreis (DMIP)
Der Wettbewerb um den Deutschen Musikinstrumentenpreis (DMIP) wurde ins Leben gerufen, um auf besonders gute Produkte in der Musikinstrumentenbranche aufmerksam zu machen Der Bundesminister für Wirtschaft stiftete den Preis am 16. März 1992 zur Förderung des Deutschen Musikinstrumentenbaus. Der Erlass vom 27. Juli 1998 führte den Preis fort und betraute zugleich das IfM Institut für Musikinstrumentenbau e.V. (IfM) mit den Aufgaben einer Geschäftsstelle zur Koordinierung und Durchführung des dreigeteilten Beurteilungsverfahrens. Der dritte Erlass, vom 15. September 2006 läutete schließlich die nächste Runde ein, indem er den Preis um weitere acht Jahre verlängerte. Mit dem DMIP werden besonders gute Produkte aus der industriellen und handwerklichen Fertigung ausgezeichnet. Der Ehrenpreis, wird im Jahr 2011 zum 21. Mal verliehen. Das Kuratorium wählt für jeden Wettbewerb zwei Instrumente aus zwei verschiedenen Instrumentengruppen, z.B. für den DMIP 2011 aus den Metallblas- und den Zupfinstrumenten aus und veröffentlicht eine entsprechende Ausschreibung. In gewissen Zeitabständen wiederkehrende Ausschreibungen sind möglich und mittlerweile durchaus auch üblich. Eine Liste aller in den bisherigen Wettbewerben ausgeschriebenen Instrumente und erfolgreichen Teilnehmer findet man auf den Internetseiten des BMWi (siehe Link).
Dem Kuratorium gehören an:
Die Arbeiten am Deutschen Musikinstrumentenpreis umfassen nicht nur die unmittelbare Testphase zwischen September und Dezember des jeweiligen Jahres. Die Auswahl der Instrumente, entsprechende Recherchen zur ausreichenden Herstellerzahl und deren Akzeptanz des Preises, der Entscheidungsfindungsprozess im Kuratorium und nicht zuletzt eine ausreichende Zeit für die Hersteller ein entsprechendes Instrument bereitzustellen erfordern einen erheblichen Zeitraum, der bei einer ersten Betrachtung des Prozedere nicht sofort ersichtlich ist. Von ersten Beratungen im Kuratorium über die Auswahl der Instrumente bis zur feierlichen Übergabe der Preise vergehen in der Regel rund zwei Jahre voller Aktivitäten.
Die Beurteilung der zum Wettbewerb eingereichten Instrumente erfolgte gemäß Erlass in einem dreigeteilten Verfahren:
Die unterschiedlichen Verfahrensschritte erfolgen nicht nacheinander, sondern sind zeitlich verschachtelt. Die angewandten Methoden und Verfahren sind in
ausführlich beschrieben. Weshalb eigentlich ein dreistufiges Verfahren? Nun Musiker haben oft sehr unterschiedliche Auffassungen. Gefällt ihnen z.B. ein für sie wichtiges Detail sehr gut, wird unter Umständen ein anders gearteter Mangel unbeachtet gelassen und das enstehende Problem mittels Erfahrung und Können im wahrsten Sinne des Wortes einfach überspielt. Oder die handwerkliche Fertigung: Ein hervorrangend klingendes Instrument, mit super äußerer Erscheinung ist aus Sicht einer möglichen Reparatur sehr ungünstig gebaut. So etwas vermag nur ein erfahrener Instrumentenbauer zu erkennen. Und in der Tat unterscheiden sich die Bewertungen in den drei Kategorien eher als dass sie Übereinstimmung zeigen. Ein Beweis für die Sinnfälligkeit dieser Herangehensweise.
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Beim Musikertest Archtop-Gitarre (DMIP
2011) kam ein weiterer Einflussfaktor hinzu: die
verwendeten Verstärkertypen. Im Vorfeld führten wir
Gespräche hierzu mit den beteiligten Musikern. Wir
einigten uns einen typischen Transistorverstärker und
mindestens einen typischen Röhrenverstärker
bereitzustellen. Die Wahl fiel letztendlich auf folgende
Typen:
|
| Darüber hinaus wurde jedem Musiker die Möglichkeit eingeräumt, seinen eigenen Verstärker mitzubringen. Das Wechseln der Verstärker erfolgte wahlweise über eine Umschaltbox bzw. durch Umstecken. Die Abdunklung des Raumes für die größten Teil der jeweiligen Spieltest brachte ein kleines Problem hinsichtlich der Bedienung der Verstärker mit sich. Schließlich beleuchteten wir die Bedienfelder der Verstärker mit kleinen Pultleuchten, was genügend Licht für die Bedienung brachte, jedoch nur zu einer minimalen Beleuchtung der Testobjekte führte. | ![]() |
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Beteiligung am Deutschen Musikinstrumentenpreis.
Jahr |
Instrument |
Meldung |
Eingang |
Gruppe |
|||||
Streich |
Zupf |
Holz |
Blech |
Sonst. |
|||||
1991 |
Gruppe 1 |
Posaune |
14 |
7 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Gitarre |
16 |
12 |
X |
|||||
1992 |
Gruppe 1 |
B-Klarinette |
15 |
8 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Violine |
17 |
12 |
X |
|||||
1993 |
Gruppe 1 |
Trompete |
17 |
11 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Zither |
13 |
9 |
X |
|||||
1994 |
Gruppe 1 |
Fagott |
12 |
5 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Cembalo |
15 |
7 |
X |
|||||
1995 |
Gruppe 1 |
Waldhorn |
18 |
9 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Cello |
9 |
7 |
X |
|||||
1996 |
Gruppe 1 |
Altblockflöte |
14 |
6 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Westerngitarre |
17 |
8 |
X |
|||||
1997 |
Gruppe 1 |
Flügelhorn |
26 |
18 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Bratsche |
26 |
16 |
X |
|||||
1998 |
Gruppe 1 |
B-Tuba |
12 |
8 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Gitarre |
18 |
12 |
X |
|||||
1999 |
Gruppe 1 |
Sopranblockflöte |
20 |
5 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Kontrabass |
10 |
9 |
X |
|||||
2000 |
Gruppe 1 |
B-Klarinette |
16 |
11 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Bariton |
17 |
10 |
X |
|||||
2001 |
Gruppe 1 |
Violine |
21 |
13 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Quartv.-Posaune |
13 |
8 |
X |
|||||
2002 |
Gruppe 1 |
Fagott |
10 |
5 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Zither |
17 |
12 |
X |
|||||
2003 |
Gruppe 1 |
Westerngitarre |
10 |
8 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Trompete h. b |
15 |
14 |
X |
|||||
2004 |
Gruppe 1 |
Cello |
19 |
15 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Oboe |
6 |
5 |
X |
|||||
2005 |
Gruppe 1 |
Mandoline |
9 |
7 |
X |
||||
Gruppe 2 |
F/B-Doppelhorn |
10 |
5 |
X |
|||||
2006 |
Gruppe 1 |
Querflöte |
5 |
5 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Bratsche |
21 |
14 |
X |
|||||
2007 |
Gruppe 1 |
Bassposaune |
10 |
8 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Kontrabass |
8 |
8 |
X |
|||||
2008 |
Gruppe 1 |
Gitarre |
18 |
11 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Bassklarinette |
6 |
5 |
X |
|||||
2009 |
Gruppe 1 |
Violine |
31 |
25 |
X |
||||
Gruppe 2 |
F-Tuba |
6 |
6 |
X |
|||||
2010 |
Gruppe 1 |
Fagott |
6 |
6 |
X |
||||
Gruppe 2 |
b-Trompete |
20 |
16 |
X |
X |
||||
2011 |
Gruppe 1 |
Basstrompete |
9 |
8 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Archetop-Gitarre |
8 |
6 |
X |
|||||
| 2012 | Gruppe 1 |
Renaissancelaute |
15 |
12 |
X |
||||
Gruppe 2 |
Cello |
21 |
14 |
X |
|||||
| 2013 | Gruppe 1 |
Tenorhorn |
? |
? |
X |
||||
Gruppe 2 |
Es-Klarinette |
? |
? |
X |
|||||
Summen |
636 |
426 |
10 |
10 |
11 |
14 |
1 |
||